Deutsche Post DHL Geschäftsbericht 2014

Geschäftsbericht 2014

Wirtschaftsbericht

Auszug aus dem Konzerngeschäftsbericht 2014 der Deutsche Post AG

Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage

Konzern erreicht Jahresziele

Deutsche Post DHL Group hat ihre für das Geschäftsjahr 2014 gesetzten Ziele erreicht: Umsatz, EBIT und operativer Cashflow des Konzerns wurden gesteigert. Unverändert dynamisch gewachsen sind das deutsche Paketgeschäft im Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel (PeP) sowie das internationale Geschäft im Unternehmensbereich Express. Im Unternehmensbereich Supply Chain haben das gute Neugeschäft sowie fortgesetzte Restrukturierungen ebenfalls zum verbesserten Ergebnis beigetragen, während der Margendruck und die Kosten für die Transformation den Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight spürbar belasteten. Die Investitionen sind wie geplant auf rund 1,9 MRD € ausgeweitet worden. Der operative Cashflow hat sich positiv entwickelt. Insgesamt beurteilt der Vorstand die finanzielle Lage des Konzerns weiterhin als solide.

Prognose-Ist-Vergleich

Prognose-Ist-Vergleich

Wesentliche Ereignisse

Keine wesentlichen Ereignisse

Im Geschäftsjahr 2014 gab es keine Ereignisse, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns ausgewirkt haben.

Ertragslage

Ausgewählte Kennzahlen zur Ertragslage
        2013
angepasst1
  2014
Umsatz   MIO €   54.912   56.630
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)   MIO €   2.865   2.965
Umsatzrendite2   %   5,2   5,2
Gewinn nach Kapitalkosten (EAC)   MIO €   1.501   1.551
Konzernjahresergebnis3   MIO €   2.091   2.071
Ergebnis je Aktie4     1,73   1,71
Dividende je Aktie     0,80   0,855
  1. 1 Anhang, Textziffer 4
  2. 2 EBIT ÷ Umsatz
  3. 3 Nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen
  4. 4 Unverwässert
  5. 5 Vorschlag

Berichtsweise und Portfolio geändert

Seit dem 1. Januar 2014 sind die Änderungen zu IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ und IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ umzusetzen. Dies hat sich auf zahlreiche Posten in der Bilanz sowie in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit insgesamt geringen Beträgen ausgewirkt. Detaillierte Angaben hierzu enthält der Anhang.

Da sämtliche Joint Ventures, assoziierte und sonstige Beteiligungen von Deutsche Post DHL Group im operativen Kerngeschäft tätig sind, weisen wir nun die Aufwendungen und Erträge dieser Beteiligungen im Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) aus. Zuvor waren sie im Finanzergebnis enthalten.

Das bestehende nationale Paketgeschäft in Belgien, Indien, den Niederlanden, Polen und Tschechien, das bisher den Unternehmensbereichen Express und Global Forwarding, Freight zugeordnet war, wurde zu Jahresbeginn im Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel gebündelt.

Weiterhin wurde im ersten Quartal die US-amerikanische Sky Courier Inc. aus dem Unternehmensbereich Express in den Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight verlagert.

Zum 1. April 2014 wurde die belgische Speedpack NV aus dem Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight in den Unternehmensbereich PeP verlagert.

Die entsprechenden Vorjahreswerte wurden angepasst. In den folgenden Erläuterungen des Konzernlageberichts wiederholen wir diesen Hinweis nicht.

Aufgrund vertraglicher Änderungen wird die DHL Global Forwarding & Co. LLC, Oman, seit Mai vollständig in den Konzernabschluss einbezogen. Bisher wurde die Gesellschaft nach der Equity-Methode bilanziert.

Im Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight haben wir zum 31. Juli die nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten der Hull Blyth Angola Ltd. sowie die Hull Blyth Angola Viagens e Turismo Lda. verkauft. Sämtliche Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft waren zuvor in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden umgegliedert worden.

Zum 18. Dezember haben wir die StreetScooter GmbH, Aachen, erworben. Die Gesellschaft entwickelt für uns wirtschaftliche Elektrofahrzeuge und hilft uns dabei, die CO2-Effizienz unserer Fahrzeugflotte weiter zu verbessern.

Konzernumsatz steigt um 3,1 %

Im Geschäftsjahr 2014 ist der Konzernumsatz um 3,1 % auf 56.630 MIO € gestiegen, obwohl negative Währungseffekte ihn um 407 MIO € gemindert haben. Der Anteil am Umsatz, der im Ausland erwirtschaftet wurde, lag mit 69,3 % auf dem Niveau des Vorjahres (69,1 %). Änderungen im Portfolio haben den Umsatz um 152 MIO € vermindert. Im vierten Quartal 2014 ist der Umsatz um 915 MIO € auf 15.365 MIO € gestiegen; positive Währungseffekte haben ihn um 322 MIO € erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 1.962 MIO € im Vorjahr auf 2.016 MIO € gestiegen. Im Berichtsjahr erhöhten sie sich um 101 MIO € unter anderem dadurch, dass im Rahmen der Restrukturierung des US-Expressgeschäfts übernommene Verpflichtungen für Ausgleichszahlungen anders eingeschätzt wurden.

Konzernumsatz

Gestiegene Transportkosten

Der Materialaufwand hat um 1.004 MIO € auf 32.042 MIO € zugenommen, besonders weil die Transportkosten gestiegen sind und mehr Handelswaren für das Geschäft mit dem UK National Health Service im Unternehmensbereich Supply Chain bezogen wurden.

Der Personalaufwand hat sich um 2,3 % auf 18.189 MIO € erhöht, wofür vor allem die gestiegene Mitarbeiterzahl im Unternehmensbereich Supply Chain sowie höhere Personalkosten im Unternehmensbereich PeP verantwortlich waren.

Die Abschreibungen sind von 1.337 MIO € auf 1.381 MIO € gestiegen, im Wesentlichen durch Wertminderungen auf Flugzeuge und Flugzeugteile in Höhe von 106 MIO €.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 4.074 MIO € um 211 MIO € über dem Niveau des Vorjahres (3.863 MIO €). Der Anstieg resultiert aus einer Vielzahl kleinerer Sachverhalte.

Entwicklung Umsatz, sonstige betriebliche Erträge und operativer Aufwand
    MIO €   +/– %    
Umsatzerlöse   56.630   3,1  
  • Wachstumstrends im deutschen Paketgeschäft und im internationalen Expressgeschäft weiterhin intakt
  • Währungseffekte mindern Konzernumsatz um 407 MIO
Sonstige betriebliche Erträge   2.016   2,8  
  • Restrukturierungsrückstellungen für Expressgeschäft in den USA aufgelöst
Materialaufwand   32.042   3,2  
  • Gestiegene Transportkosten
  • Höhere Aufwendungen für bezogene Handelswaren im Unternehmensbereich Supply Chain
Personalaufwand   18.189   2,3  
  • Gestiegene Mitarbeiterzahl, vor allem im Unternehmensbereich Supply Chain
  • Höhere Personalkosten im Unternehmensbereich PeP
Abschreibungen   1.381   3,3  
  • Wertminderungen für Flugzeuge in Höhe von 106 MIO € enthalten
Sonstige betriebliche Aufwendungen   4.074   5,5  
  • Vielzahl kleinerer Sachverhalte

Konzern-EBIT um 3,5 % verbessert

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 3,5 % auf 2.965 MIO € verbessert. Im vierten Quartal 2014 ist es um 1,9 % auf 905 MIO € gestiegen.

Dagegen ließen vor allem geringere Zinserträge das Finanzergebnis von –293 MIO € auf –388 MIO € sinken: Das Vorjahr enthielt einen Zinsertrag aus der Auflösung einer Rückstellung für Zinsen auf Steuerverbindlichkeiten.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag im Berichtsjahr mit 2.577 MIO € leicht über dem Vorjahresniveau (2.572 MIO €). Die Ertragsteuern sind ebenfalls gestiegen, und zwar um 39 MIO € auf 400 MIO €. Die rechnerische Steuerquote betrug 15,5 %.

Konzern-EBIT

Jahresergebnis und Ergebnis je Aktie gesunken

Das Konzernjahresergebnis ist von 2.211 MIO € auf 2.177 MIO € gesunken. Davon stehen 2.071 MIO € den Aktionären der Deutsche Post AG und 106 MIO € den nicht beherrschenden Anteilseignern zu. Das Ergebnis je Aktie ist ebenfalls gesunken, unverwässert von 1,73 € auf 1,71 €, verwässert von 1,66 € auf 1,64 €.

Dividende von 0,85 € je Aktie vorgeschlagen

Unsere Finanzstrategie sieht vor, grundsätzlich 40 % bis 60 % des Nettogewinns als Dividende auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden daher den Aktionären auf der Hauptversammlung am 27. Mai 2015 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 0,85 € je Aktie (Vorjahr: 0,80 €) auszuschütten. Die Ausschüttungsquote bezogen auf das Konzernjahresergebnis, das auf die Aktionäre der Deutsche Post AG entfällt, beträgt 49,7 %. Berechnet auf den Jahresschlusskurs unserer Aktie ergibt sich eine Nettodividendenrendite von 3,1 %. Die Dividende wird am 28. Mai 2015 ausgezahlt und ist für inländische Investoren steuerfrei. Eine Steuererstattungs- oder Steueranrechnungsmöglichkeit ist mit der Dividende nicht verbunden.

Ausschüttungssumme und Dividende je Stückaktie

Gewinn nach Kapitalkosten erhöht

Das EAC hat sich im Jahr 2014 von 1.501 MIO € auf 1.551 MIO € verbessert, vor allem dank der gestiegenen Ertragskraft des Unternehmensbereichs Express. Die Kosten für das eingesetzte Kapital haben sich um 3,7 % erhöht, was vorwiegend auf die gestiegene Investitionstätigkeit in den DHL-Unternehmensbereichen sowie auf die Veränderungen im kurzfristigen Nettovermögen der Unternehmensbereiche Post - eCommerce - Parcel und Global Forwarding, Freight zurückzuführen ist.

EBIT after Asset Charge (EAC, Gewinn nach Kapitalkosten)
MIO
    2013
angepasst1
  2014   +/– %
EBIT   2.865   2.965   3,5
Kapitalkosten   –1.364   –1.414   –3,7
EAC   1.501   1.551   3,3
  1. 1 Vorjahreswerte aufgrund einer überarbeiteten Berechnungsgrundlage angepasst

 

Die Nettovermögensbasis ist im Berichtsjahr um 1.185 MIO € auf 16.515 MIO € gestiegen. Die Investitionen in IT-Systeme, der Erwerb von Frachtflugzeugen sowie Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Lagerhäuser, Sortieranlagen und den Fuhrpark sind gegenüber dem Vorjahr ebenso gestiegen wie die immateriellen Vermögenswerte. Außerdem haben die Veränderungen im kurzfristigen Nettovermögen zur Entwicklung beigetragen.

Für den Rückgang der operativen Rückstellungen ist unter anderem die Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen im Unternehmensbereich Express verantwortlich. Die gestiegen sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben die Nettovermögensbasis erhöht.

Nettovermögensbasis (unkonsolidiert)
MIO
    31. Dez. 2013
angepasst1
  31. Dez. 2014   +/– %
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen   18.681   19.540   4,6
Kurzfristiges Nettovermögen (Net Working Capital)   –681   –512   –24,8
Operative Rückstellungen (ohne Rückstellungen für Pensionen
      und ähnliche Verpflichtungen)
 
–2.654
 
–2.505
 
–5,6
Sonstige langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten   –16   –8   –50,0
Nettovermögensbasis   15.330   16.515   7,7
  1. 1 Vorjahreswerte aufgrund einer überarbeiteten Berechnungsgrundlage angepasst 

Geschäftsentwicklung in den Unternehmensbereichen

Überblick

Kennzahlen der operativen Unternehmensbereiche
MIO €
    2013
angepasst
  2014   +/– %   Q4 2013
angepasst
  Q4 2014   +/– %
                         
Post - eCommerce - Parcel                        
Umsatz   15.291   15.686   2,6   4.183   4.353   4,1
davon Post   9.975   10.026   0,5   2.665   2.693   1,1
eCommerce - Parcel   5.316   5.660   6,5   1.518   1.660   9,4
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)   1.286   1.298   0,9   374   425   13,6
Umsatzrendite (%)1   8,4   8,3     8,9   9,8  
Operativer Cashflow   1.038   1.085   4,5   366   478   30,6
                         
Express                        
Umsatz   11.821   12.491   5,7   3.100   3.411   10,0
davon Europe   5.432   5.670   4,4   1.444   1.528   5,8
Americas   2.207   2.259   2,4   579   627   8,3
Asia Pacific   4.069   4.456   9,5   1.063   1.237   16,4
MEA (Middle East and Africa)   924   924   0,0   229   246   7,4
Konsolidierung/Sonstiges   –811   –818   –0,9   –215   –227   –5,6
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)   1.083   1.260   16,3   312   348   11,5
Umsatzrendite (%)1   9,2   10,1     10,1   10,2  
Operativer Cashflow   1.379   1.689   22,5   556   578   4,0
                         
Global Forwarding, Freight                        
Umsatz   14.787   14.924   0,9   3.774   3.960   4,9
davon Global Forwarding   10.813   10.892   0,7   2.754   2.918   6,0
Freight   4.117   4.180   1,5   1.059   1.082   2,2
Konsolidierung/Sonstiges   –143   –148   –3,5   –39   –40   –2,6
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)   478   293   –38,7   138   71   –48,6
Umsatzrendite (%)1   3,2   2,0     3,7   1,8  
Operativer Cashflow   641   181   –71,8   372   205   –44,9
                         
Supply Chain                        
Umsatz   14.227   14.737   3,6   3.699   3.953   6,9
davon Supply Chain   12.889   13.329   3,4   3.329   3.564   7,1
Williams Lea   1.345   1.407   4,6   371   383   3,2
Konsolidierung/Sonstiges   –7   1     –1   6  
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)   441   465   5,4   178   161   –9,6
Umsatzrendite (%)1   3,1   3,2     4,8   4,1  
Operativer Cashflow   635   673   6,0   376   436   16,0
  1. 1 EBIT ÷ Umsatz

Unternehmensbereich POST - ECOMMERCE - PARCEL

Umsatz steigt um 2,6 %

Im Berichtsjahr lag der Umsatz im Unternehmensbereich mit 15.686 MIO € um 2,6 % über dem Vorjahreswert (15.291 MIO €), wobei in Deutschland 0,3 zusätzliche Arbeitstage anfielen. Operativ entwickelten sich beide Geschäftsfelder positiv. Der Großteil des Anstiegs entfiel auf unser Paketgeschäft im In- und Ausland, in besonderem Maß in Deutschland. Insgesamt fielen negative Währungseffekte in Höhe von 6 MIO € an.

Briefgeschäft mit Umsatzplus bei sinkenden Volumina

Im Geschäftsfeld Post lag der Umsatz mit 10.026 MIO € leicht über dem Vorjahreswert von 9.975 MIO €. Dies ist vor allem auf Preiserhöhungen für den Standardbrief und die Infopost zurückzuführen, da die Volumina insgesamt weiter zurückgingen. Im vierten Quartal 2014 belief sich der Umsatz auf 2.693 MIO € (Vorjahr: 2.665 MIO €).

Das nationale Briefgeschäft entwickelte sich positiv. Dazu trugen vor allem die Portoerhöhungen bei, während die Volumina leicht unter dem Niveau des Vorjahres lagen. Dies ist neben der allgemeinen Marktentwicklung unter anderem darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2013 im Vorfeld der SEPA-Umstellung zusätzlicher Schriftverkehr angefallen war. Im grenzüberschreitenden Import-/Exportgeschäft sank der Umsatz im Berichtsjahr aufgrund von Veränderungen am Sendungsmix spürbar unter das Niveau des Vorjahres.

Im Bereich Dialog Marketing konnte der Umsatz trotz rückläufiger Absatzzahlen verglichen mit dem Vorjahr gesteigert werden. Beim Produkt Infopost wurden die Preise für die Formate Standard, Kompakt und Maxi zum 1. Juli 2014 um 3 Cent angehoben. Darüber hinaus haben wir unsere Werbeaktivitäten in Richtung Handel und Versandhandel verstärkt. Bei unadressierten Werbesendungen sanken sowohl Umsatz als auch Absatz leicht. Die Rückgänge bei Postwurfsendungen konnten nicht durch Zuwächse ausgeglichen werden, die wir durch neue Kunden und die Erweiterung des Zustellgebiets bei dem unadressierten Produkt „Einkauf aktuell“ erzielt haben.

Post: Volumina
MIO Stück
    2013
angepasst
  2014   +/– %   Q4 2013
angepasst
  Q4 2014   +/– %
Gesamt   20.804   20.498   –1,5   5.724   5.433   –5,1
davon Brief Kommunikation   8.958   8.891   –0,7   2.390   2.309   –3,4
davon Dialog Marketing   9.716   9.523   –2,0   2.765   2.561   –7,4

Geschäftsfeld eCommerce - Parcel wächst weiter

Der weltweite Online-Handel beeinflusst unser Paketgeschäft weiterhin positiv. Mit erweitertem Angebot und verbessertem Service schaffen wir weltweit die logistische Grundlage dafür, dass dieser Markt anhaltend stark wächst. Der im Geschäftsfeld eCommerce - Parcel erzielte Umsatz überstieg im Berichtsjahr mit 5.660 MIO € den Vorjahreswert (5.316 MIO €) um 6,5 %.

Das Volumen im deutschen Paketgeschäft konnte im Jahr 2014 erneut kräftig zulegen und übertraf den Vorjahreswert um 7,0 %. Wir haben unser Produktangebot wiederum ausgebaut und die Serviceleistungen deutlich erweitert. Der Umsatz lag durch Änderungen am Sendungsmix sogar noch deutlicher über dem Wert des Vorjahres. Im vierten Quartal 2014 beschleunigte sich der positive Trend noch weiter.

Ebenfalls gut entwickelte sich unser übriges nationales Paketgeschäft in Europa. Seitdem wir es im Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel gebündelt haben, sind Umsatz und Absatz gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.

Auch die weltweiten E-Commerce-Aktivitäten entwickeln sich nach wie vor positiv. Durch solides Wachstum in Amerika und Indien stieg der Umsatz im Berichtsjahr. Hingegen blieben die Absatzzahlen unter dem Wert des Vorjahres, weil wir begonnen haben, insbesondere in den USA das Kundenportfolio zu bereinigen.

Parcel Germany: Volumina
MIO Stück
    2013
angepasst
  2014   +/– %   Q4 2013
angepasst
  Q4 2014   +/– %
Parcel Germany   965   1.033   7,0   285   309   8,4

Gestiegene Kosten bremsen Ergebnisverbesserung

Obwohl der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist, hat sich das EBIT mit 1.298 MIO € nur leicht verbessert (Vorjahr: 1.286 MIO €). Vor allem gestiegene Material- und Personalkosten sowie der weitere Ausbau unseres Paketnetzes haben die Ergebnisverbesserung spürbar gebremst. Die Umsatzrendite betrug 8,3 % (Vorjahr: 8,4 %). Im vierten Quartal 2014 belief sich das EBIT auf 425 MIO € (Vorjahr: 374 MIO €), die Umsatzrendite verbesserte sich im Quartalsvergleich von 8,9 % auf 9,8 %.

Der operative Cashflow überstieg im Berichtsjahr mit 1.085 MIO € den Vorjahreswert von 1.038 MIO € um 4,5 %, was insbesondere auf einen geringeren Mittelabfluss aus dem Working Capital zurückzuführen ist. Das Working Capital war mit –278 MIO € deutlich ungünstiger als im Vorjahr (–457 MIO €).

Unternehmensbereich EXPRESS

Umsatz im zeitgenauen Geschäft wächst auf hohem Niveau

Der Umsatz im Unternehmensbereich ist im Berichtsjahr um 5,7 % auf 12.491 MIO € (Vorjahr: 11.821 MIO €) gewachsen. Operativ haben wir weiter zugelegt: Ohne negative Währungseffekte in Höhe von 193 MIO € sowie den Effekt aus dem Verkauf des inländischen Expressgeschäfts in Rumänien im ersten Quartal 2013 hat sich der Umsatz im Berichtsjahr um 7,3 % erhöht. Im vierten Quartal 2014 hat sich der Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 10,0 % verbessert.

Im Produktbereich für zeitgenaue internationale Sendungen – Time Definite International (TDI) – sind die täglichen Sendungsvolumina und Umsätze im Vergleich zum Vorjahr jeweils um 7,8 % gestiegen. Das Wachstum der täglichen Volumina wurde im Schlussquartal mit einem Plus von 7,8 % bestätigt.

Im zeitgenauen inländischen Geschäft – Time Definite Domestic (TDD) – haben unsere Kunden im Berichtsjahr täglich 1,7 % mehr Sendungen als im Vorjahr verschickt. Die täglichen Umsätze blieben im Berichtsjahr auf dem Niveau des Vorjahres. Im vierten Quartal 2014 sind die täglichen Sendungsvolumina um 3,9 % gestiegen.

Die indische Tochtergesellschaft Blue Dart sowie das inländische Expressgeschäft in den Niederlanden, Belgien und Polen sind zum 1. Januar 2014 auf den Unternehmensbereich PeP übergegangen. In diesen Ländern konzentrieren wir uns im Unternehmensbereich Express seither auf unsere Kernkompetenz im internationalen Geschäft. In den Vereinigten Staaten ist die Tochtergesellschaft Sky Courier Inc. auf den Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight übergegangen.

EXPRESS: Umsatz nach Produkten
MIO € je Tag1
    2013
angepasst
  2014   +/– %   Q4 2013
angepasst
  Q4 2014   +/– %
Time Definite International (TDI)   34,7   37,4   7,8   37,5   40,0   6,7
Time Definite Domestic (TDD)   3,9   3,9   0,0   4,1   4,3   4,9
  1. 1 Zur besseren Vergleichbarkeit werden die Produktumsätze zu einheitlichen Währungskursen umgerechnet. Diese Umsätze liegen auch der gewichteten Ermittlung der Arbeitstage zugrunde.

 

EXPRESS: Volumina nach Produkten
Tausend Stück je Tag1
    2013
angepasst
  2014   +/– %   Q4 2013
angepasst
  Q4 2014   +/– %
Time Definite International (TDI)   643   693   7,8   694   748   7,8
Time Definite Domestic (TDD)   361   367   1,7   380   395   3,9
  1. 1 Zur besseren Vergleichbarkeit werden die Produktumsätze zu einheitlichen Währungskursen umgerechnet. Diese Umsätze liegen auch der gewichteten Ermittlung der Arbeitstage zugrunde.

TDI-Volumina in der Region Europe steigen im Schlussquartal zweistellig

Der in der Region Europe erzielte Umsatz lag mit 5.670 MIO € um 4,4 % über dem Vorjahr (5.432 MIO €). Darin enthalten waren negative Währungseffekte in Höhe von 37 MIO €, die vor allem aus unserer Geschäftstätigkeit in Russland und der Türkei stammten. Ohne diese Effekte sowie den Effekt aus dem Verkauf des inländischen Expressgeschäfts in Rumänien im ersten Quartal 2013 stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 5,2 %. Im Produktbereich TDI wuchsen die täglichen Umsätze um 4,6 %, wozu vor allem die um 6,0 % gesteigerten täglichen Sendungsmengen beigetragen haben. Im vierten Quartal 2014 erhöhten sich die täglichen Umsätze der internationalen Sendungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,5 %, die Sendungsvolumina sogar um 10,2 %.

Geschäft in der Region Americas wächst stabil

In der Region Americas hat sich der Umsatz im Berichtsjahr um 2,4 % auf 2.259 MIO € verbessert (Vorjahr: 2.207 MIO €). Darin enthalten waren starke negative Währungseffekte in Höhe von 99 MIO €. Sie stammten vorrangig aus unserer Geschäftstätigkeit in Südamerika – allen voran in Venezuela und Argentinien. Ohne diese Effekte erhöhte sich der Umsatz in der Region im Berichtsjahr um 6,8 %. Im Produktbereich TDI sind die täglichen Umsätze und Volumina verglichen mit dem Vorjahr um 6,8 % bzw. 7,0 % gestiegen. Im vierten Quartal 2014 überstiegen die täglichen Umsätze das Niveau des Vorjahres leicht um 0,5 %.

Entwicklung in der Region Asia Pacific bleibt dynamisch

In der Region Asia Pacific haben wir eine Umsatzsteigerung um 9,5 % auf 4.456 MIO € erzielt (Vorjahr: 4.069 MIO €). Belastet war der Umsatz durch negative Währungseffekte in Höhe von 41 MIO €. Ohne diese betrug das Umsatzplus starke 10,5 %. Im Produktbereich TDI erhöhten sich die täglichen Umsätze im Berichtsjahr um 11,3 %, getragen vor allem durch die um 9,6 % gesteigerten täglichen Sendungsmengen. Auch im vierten Quartal hielt das erfreuliche Wachstum an: Die Umsätze der täglichen internationalen Sendungen legten um 11,1 % zu, die Sendungsvolumina um 8,0 %.

Zeitgenaue Sendungen in der Region MEA steigen

In der Region MEA (Middle East and Africa) lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 924 MIO € auf dem Niveau des Vorjahres. Ohne die negativen Währungseffekte in Höhe von 11 MIO € ist der Umsatz im Berichtsjahr um 1,2 % gewachsen. Im Produktbereich TDI sind die täglichen Umsätze um 8,7 % und die täglichen Sendungsvolumina um 10,5 % gestiegen. Im vierten Quartal 2014 erhöhten sich die täglichen Umsätze der internationalen Sendungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 8,8 % und die Sendungsvolumina um 10,0 %.

EBIT übersteigt erneut den hohen Wert des Vorjahres

Im Berichtsjahr ist das EBIT für den Unternehmensbereich gegenüber dem Vorjahr um 16,3 % auf 1.260 MIO € (Vorjahr: 1.083 MIO €) gestiegen. Dazu trugen vor allem höhere Umsätze, eine verbesserte operative Profitabilität des Netzwerks sowie striktes Kostenmanagement bei. Im Vorjahr waren im EBIT noch Entkonsolidierungserträge in Höhe von 12 MIO € aus dem Verkauf des inländischen Expressgeschäfts in Rumänien enthalten. Im Berichtsjahr sind Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in den Vereinigen Staaten angefallen, die im Wesentlichen durch Wertminderungen auf Flugzeuge kompensiert wurden. Die Umsatzrendite verbesserte sich im Berichtsjahr von 9,2 % auf 10,1 %. Im Schlussquartal stieg das EBIT um 11,5 % auf 348 MIO €, die Umsatzrendite verbesserte sich von 10,1 % auf 10,2 %.

Durch das verbesserte zahlungswirksame operative Ergebnis erhöhte sich der operative Cashflow im Berichtsjahr um 22,5 % auf 1.689 MIO € (Vorjahr: 1.379 MIO €).

Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT

Speditionsgeschäft erholt sich im Jahresverlauf leicht

Im Unternehmensbereich ist der Umsatz im Berichtsjahr um 0,9 % auf 14.924 MIO € (Vorjahr: 14.787 MIO €) gestiegen. Ohne negative Währungseffekte in Höhe von 339 MIO € lag der Umsatz um 3,2 % über dem des Vorjahres. Das Speditionsgeschäft hat sich nach einem rückläufigen ersten Halbjahr im Jahresverlauf leicht erholt. Im vierten Quartal ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,9 % auf 3.960 MIO € gestiegen (Vorjahr: 3.774 MIO €). Darin waren positive Währungseffekte in Höhe von 15 MIO € enthalten. Lässt man diese unberücksichtigt, lag der Umsatz um 4,5 % über dem Vorjahr. Belastet wurde unser Umsatz durch die weiterhin reduzierten Preise.

Im Geschäftsfeld Global Forwarding ist der Umsatz im Berichtsjahr leicht um 0,7 % auf 10.892 MIO € (Vorjahr: 10.813 MIO €) gestiegen. Lässt man negative Währungseffekte in Höhe von 281 MIO € unberücksichtigt, betrug der Anstieg 3,3 %. Das Bruttoergebnis hat sich um 4,9 % auf 2.403 MIO € (Vorjahr: 2.526 MIO €) verringert.

Unser strategisches Projekt NFE wird weiter umgesetzt.

Volumenanstieg in der Luft- und Seefracht bestätigt

Im Berichtsjahr sind die Umsätze und Volumina in der Luft- und Seefracht gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Unsere Luftfrachtvolumina wuchsen im Geschäftsjahr 2014 verglichen mit dem Vorjahr um 2,4 %. Der Margendruck hat sich im Verlauf des Jahres weiter verstärkt. Großkunden haben angesichts des fallenden Ölpreises im zweiten Halbjahr aggressive Angebotswettbewerbe betrieben. Zudem senkten Fluggesellschaften ihre Kapazitäten, besonders auf den gut ausgelasteten Strecken aus Asien. Im Berichtsjahr ist unser Umsatz um 2,2 % gewachsen, das Bruttoergebnis jedoch um 8,9 % gesunken. Im vierten Quartal lagen die Volumina 2,7 % und der Umsatz 6,6 % über dem vergleichbaren Vorjahresquartal.

Die in der Seefracht transportierten Volumina sind im Gesamtjahr 2014 im Vorjahresvergleich um 4,6 % gestiegen. Haupttreiber waren neu gewonnene Kunden und gestiegene Volumina von Bestandskunden. Asien bleibt der größte Wachstumsmotor. Ungeachtet der Inbetriebnahme neuer, größerer Schiffe gelang es den Reedereien, die effektive Kapazität zu verringern und so das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu wahren. Gleichzeitig wurden die Raten erhöht, was den Druck auf die Margen verstärkte. Unser Umsatz mit Seefracht ist im Berichtsjahr um 1,3 % gestiegen. Obwohl wir strenge Maßnahmen zur operativen Kostenkontrolle ergriffen haben, hat sich das Bruttoergebnis um 4,1 % verringert. Im vierten Quartal lagen die Volumina 3,4 % und der Umsatz 9,3 % über dem vergleichbaren Vorjahresquartal.

Das industrielle Projektgeschäft (vgl. Tabelle Global Forwarding: Umsatz, als ein Teil von „Sonstiges“ im Geschäftsfeld Global Forwarding ausgewiesen) hat sich schwächer entwickelt als im Vorjahr. Der Anteil des Umsatzes unter „Sonstiges“, der auf Industrieprojekte entfällt, sank im Berichtsjahr mit 34,7 % (Vorjahr: 37,1 %) unter Vorjahresniveau. Das Bruttoergebnis hat sich dabei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,8 % verschlechtert.

Global Forwarding: Umsatz
MIO
    2013
angepasst
  2014   +/– %   Q4 2013
angepasst
  Q4 2014   +/– %
Luftfracht   5.006   5.114   2,2   1.324   1.411   6,6
Seefracht   3.532   3.578   1,3   848   927   9,3
Sonstiges   2.275   2.200   –3,3   582   580   –0,3
Gesamt   10.813   10.892   0,7   2.754   2.918   6,0
Global Forwarding: Volumina
Tausend
        2013
angepasst
  2014   +/– %   Q4 2013
angepasst
  Q4 2014   +/– %
Luftfracht   Tonnen   3.953   4.048   2,4   1.047   1.075   2,7
davon Export   Tonnen   2.215   2.272   2,6   591   600   1,5
Seefracht   TEU1   2.807   2.935   4,6   707   731   3,4
  1. 1 Twenty-foot Equivalent Unit (20-Fuß-Container-Einheit)

Umsatz im europäischen Landverkehrsgeschäft wächst stetig

Im Geschäftsfeld Freight ist der Umsatz im Geschäftsjahr 2014 um 1,5 % auf 4.180 MIO € (Vorjahr: 4.117 MIO €) gestiegen, obwohl es negative Währungseffekte in Höhe von 59 MIO € gab. Das Geschäft ist vor allem in Zentral- und Osteuropa, Deutschland, der Türkei, Schweden und Frankreich gewachsen. Das Bruttoergebnis sank im Berichtsjahr um 1,6 % auf 1.079 MIO € (Vorjahr: 1.097 MIO €), vor allem aufgrund negativer Währungseffekte.

Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN

Umsatz entwickelt sich positiv

Der Umsatz im Unternehmensbereich hat sich im Berichtsjahr um 3,6 % auf 14.737 MIO € (Vorjahr: 14.227 MIO €) erhöht. Dabei haben positive Währungseffekte in Höhe von 132 MIO € Umsatzverluste in Höhe von 147 MIO €, die auf Unternehmensveräußerungen im Vorjahr zurückzuführen sind, fast ausgeglichen. Ohne diese Effekte ist der Umsatz um 3,7 % gestiegen. Im vierten Quartal 2014 hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 6,9 % von 3.699 MIO € auf 3.953 MIO € erhöht. Ohne die positiven Währungseffekte ist er um 1,9 % gewachsen.

Im Geschäftsfeld Supply Chain ist der Umsatz im Jahr 2014 um 3,4 % auf 13.329 MIO € gestiegen (Vorjahr: 12.889 MIO €). Ohne Veräußerungen und positive Währungseffekte nahm er um 3,8 % zu. Dabei fiel der Zuwachs in den aufstrebenden Märkten stärker aus als im Geschäftsfeld insgesamt. Verglichen mit dem Vorjahr verzeichneten die Sektoren „Automotive“ und „Life Sciences & Healthcare“ einen höheren Anteil am Umsatz, der Anteil des Sektors „Retail“ sank dagegen leicht. Der Umsatz, den wir mit den 20 wichtigsten Kunden erzielt haben, ist um 1,5 % gestiegen.

SUPPLY CHAIN: Umsatz nach Sektoren 2014

In der Region Americas fehlten die Umsätze der Exel Direct in den Vereinigten Staaten, die wir im zweiten Quartal 2013 veräußert hatten. Unsere Umsätze in Kanada litten unter dem Verlust eines Vertrages im Sektor „Retail“ am Ende des zweiten Quartals 2014. Das höchste Umsatzwachstum haben wir in den USA und Brasilien erzielt, hauptsächlich durch Neugeschäft in den Sektoren „Consumer“ und „Energy“.

In der Region Asia Pacific erzielten wir durch zusätzliche Volumina und Neugeschäft vor allem in Japan, Australien und China ein beträchtliches Umsatzwachstum. In Japan profitierten wir vom Neugeschäft im Sektor „Technology“, das in der zweiten Jahreshälfte 2013 hinzugewonnen worden war. Der Umsatzzuwachs in Australien stammte vorwiegend aus dem Sektor „Life Sciences & Healthcare“. In China ist der Umsatz durch Neugeschäft und höhere Volumina in den Sektoren „Automotive“ und „Consumer“ erheblich gestiegen. Das in der Region insgesamt erzielte Umsatzplus wurde jedoch teilweise von negativen Währungseffekten aufgehoben, vor allem aufgrund des japanischen Yen.

In Europa sind die Volumina in den Sektoren „Automotive“ und „Retail“ dank einer höheren Endkundennachfrage gestiegen. Der Umsatz im Sektor „Life Sciences & Healthcare“ verbesserte sich durch das zusätzliche Geschäft mit dem UK National Health Service. Auch die Veräußerungen des Vorjahres und das starke britische Pfund haben die Umsatzsteigerung beeinflusst.

Im Geschäftsfeld Williams Lea ist der Umsatz im Berichtszeitraum um 4,6 % auf 1.407 MIO € gestiegen. Hauptgründe hierfür waren höhere Volumina im öffentlichen Sektor in Großbritannien und das neue Marketing-Solutions-Beschaffungsgeschäft in Asien.

SUPPLY CHAIN: Umsatz nach Regionen 2014

Neugeschäft im Wert von rund 1.220 MIO € abgeschlossen

Im Berichtsjahr haben wir im Geschäftsfeld Supply Chain mit Neu- und Bestandskunden zusätzliche Verträge im Wert von rund 1.220 MIO € (Umsatz auf Jahresbasis) geschlossen. Der größte Teil des Neugeschäfts entfiel auf die Sektoren „Consumer“, „Retail“, „Automotive“ „Life Sciences & Healthcare“ und „Technology“. Die annualisierte Vertragsverlängerungsrate blieb konstant hoch.

EBIT im Berichtsjahr weiter verbessert

Das EBIT für den Unternehmensbereich belief sich im Berichtsjahr auf 465 MIO € (Vorjahr: 441 MIO €). Im Vorjahr enthielt es einen Ertrag aus der Anpassung von Pensionsplänen in Höhe von 50 MIO €, Belastungen in Höhe von 30 MIO € für Restrukturierungen sowie Belastungen im Zusammenhang mit dem Antrag auf geordnete Insolvenz eines Großkunden und Aufwendungen verbunden mit Unternehmensveräußerungen. Zum verbesserten Ergebnis haben sowohl das gute Neugeschäft als auch fortgesetzte Restrukturierungen beigetragen. Die Umsatzrendite betrug 3,2 % (Vorjahr: 3,1 %). Im vierten Quartal 2014 ging das EBIT von 178 MIO € auf 161 MIO € zurück. Hauptgründe dafür waren der Vorjahresertrag aus der Anpassung von Pensionsplänen sowie Restrukturierungsaufwendungen.

Der operative Cashflow stieg im Berichtsjahr von 635 MIO € im Vorjahr auf 673 MIO €.

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Geschäftsbericht 2014

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